Montag, 8. Februar 2010Pioniere im Smart Grid: EU-Projekt mit KISTERS Tochter EUS
Die Realisierung eines Smart Grids macht die Umsetzung einer offenen, allgemein zugänglichen und genormten Informations- und Kommunikationsinfrastruktur erforderlich, um alle beteiligten Marktteilnehmer diskriminierungsfrei mit den notwendigen Informationen zu versorgen. Die EUS GmbH ist offizieller Projektpartner im EU-Drittmittelprojekt Web2Eenergy mit dem Ziel der konkreten Realisierung und Demonstration einer derartigen IKT-Infrastruktur mit realen Anlagen unter Anwendung von weltweit anerkannten IEC-Standards. Über die Entwicklung von Schnittstellen und einer nahtlosen Standardisierung von Prozess-, IKT- und Steuerungsebene soll eine einfache Beteiligung („plug and play“) am Energienetz der Zukunft und Kompatibilität zwischen den Beteiligten realisiert werden.
Drei Schlüsselelemente eines Smart Grids werden im W2E-Projekt in Feldtests umgesetzt:
- Integration der Nutzer u. a. zur Erhöhung der Erzeugungseffizienz und zur Verbesserung der Integration von erneuerbaren Energien
- Aktive Verteilungsnetze: In Virtuellen Kraftwerken werden dezentrale Einspeiser, Speicher und steuerbare Lasten flexibel zusammengefasst und verwaltet, um sie möglichst ökonomisch und ökologisch zu betreiben.
- Selbstheilungsfähigkeiten für die Verteilungsnetze zur Erhöhung der Versorgungssicherheit
Die EUS trägt entscheidend zur Realisierung des zweiten Schlüsselelements bei, indem sie die Modellierung, Koordination, Optimierung und Analyse des Virtuellen Kraftwerks aus mehreren Erzeugern, Verbrauchern und Speichern realisiert. Damit soll der für aktives Energie- und Netzmanagement nötige Informationsaustausch definiert und präzisiert werden, denn Menge und Inhalt der zu übertragenden Daten hängen maßgeblich von der Strategie des Virtuellen Kraftwerks ab. Die jahrelange Erfahrung im Management und in der Optimierung von Virtuellen Kraftwerken bringt die EUS zusammen mit der KISTERS-Software BelVis ResOpt ein. Diese flexible Software zur Ressourcenoptimierung wird im W2E-Projekt im Hinblick auf den Einsatz im Smart Grid optimiert und erweitert.
Das Projekt ist am 01. Januar 2010 gestartet und läuft drei Jahre. [ Mehr Informationen auf der Projekthomepage ]